Sozialdemokraten gedenken den Opfern der NS-Herrschaft

Eine Delegation der SP im Bezirk Bremgarten besuchte anlässlich des Jahrestages des Novemberpogroms von 1938 die Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers in Dachau bei München.

Am 11. November besuchte die SP Bezirk Bremgarten die Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers in Dachau. Es diente von Beginn an der Unterdrückung politisch Andersdenkender, vor allem Sozialdemokraten, Gewerkschaftern und Kommunisten, aber später auch Vertreter der christlichen Kirchen und den Zeugen Jehovas. Es war von 1933 bis 1945 in Betrieb. Zehntausende Menschen, aus fast allen Staaten Europas kamen in Dachau ums Leben, wurden ermordet. Auch Schweizer Staatsbürgerinnen und Staatsbürger waren unter den Häftlingen. Hannah Brauchle vom Max Mannheimer Studienzentrum leitete die Führung und erklärte den Besuchern aus der Schweiz die Entstehungsgeschichte und Hintergründe des Lagers.

Keine zwei Monate nach der Machtübernahme durch Hitlers NSDAP wurde in Dachau auf dem Gelände einer ehemaligen Munitionsfabrik das erste Konzentrationslager eröffnet. Es sollte als Vorbild dienen, für die Unterdrückung Andersdenkender und den grössten organisierten Massenmord in der Menschheitsgeschichte.

Das Lager war zwölf Jahre in Betrieb. Die meisten Häftlinge in Dachau waren politische Gegner der Nazis, die sich gegen deren Herrschaft wehrten. Mitglieder der Sozialdemokratischen oder der Kommunistischen Partei, Mitglieder der Gewerkschaften, später auch zahleiche Vertreter der christlichen Kirchen, konnten ohne Prozess eingesperrt werden. Aber auch Menschen, in denen die Nazis eine Gefahr für ihre Diktatur sahen, wurden unter unmenschlichen Bedingungen interniert und oft getötet.

Heute ist das ehemalige Lager ein bedeutender Erinnerungsort. Es ist ein Mahnmal und soll die Vergangenheit und die Erinnerung an die zehntausenden Toten dieses Lagers wach halten und davor warnen, zu was Menschen fähig sind und zu was Nationalismus und Rassismus führen können.

In vielen europäischen Ländern erstarken populistische, nationalistische Parteien, die sich an diesen Erinnerungen stören. Nicht nur Politiker der AfD, die neu im Bundestag sitzt, würden dieses Kapitel am liebsten aus der Geschichte streichen und fordern eine „Wende“ in der Erinnerungspolitik.

„Auch in der Schweiz tun wir uns oft schwer, über die Rolle der Schweiz während des Zweiten Weltkrieges zu sprechen, die keineswegs ruhmreich war“, erklärt Sandro Covo, Co-Präsident der Juso Aargau und Mitglied des SP Bezirksvorstands. Das Erinnern an die Opfer und das Gedenken an diese Verbrechen sind wichtig. Nur so können wir schaffen, was auf einer Gedenktafel in Dachau steht: „Nie wieder!“

"Insbesondere in Zeiten von Populismus, religiösen und nationalistischen Fanatismus stehen wir in der Verantwortung und dürfen nicht wegsehen", appelliert Stefan Dietrich, Präsident der SP Bezirkspartei.

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